Wie verglichen wurde
Verglichen werden die fünf Werkzeuge, nach denen am häufigsten gesucht wird und zu denen die Suchvorschläge passen: GitHub Copilot, Cursor, Claude Code, Codex von OpenAI und Google Antigravity. Alle Angaben stammen von den Preisseiten, der Dokumentation und den Nutzungsbedingungen der Hersteller, abgerufen am 13.10.2026 von einem Anschluss in Deutschland. Preise stehen so da, wie die Seiten sie zeigen: GitHub und Cursor in US-Dollar, Claude, ChatGPT und Google in Euro. Ob Steuern enthalten sind, sagen nur Cursor und Anthropic (beide: nicht enthalten); deshalb lassen sich die Beträge nur grob nebeneinanderstellen.
Gemessen oder getestet wurde nichts. Welches Werkzeug den besseren Code schreibt, hängt von Modell, Aufgabe und Sprache ab und lässt sich mit Herstellerangaben nicht belegen. Ein Sieger wird deshalb nicht gekürt. Die Einschätzungen am Ende leiten sich aus den belegten Unterschieden ab.
Ausführlicher stehen sich die Werkzeuge in den Zweiervergleichen Cursor vs. Claude Code und Claude Code vs. Codex gegenüber; die Angaben sind dort dieselben.
Die Unterschiede im Einzelnen
Wo die KI läuft
GitHub Copilot ist am breitesten aufgestellt: Erweiterungen für VS Code, Visual Studio, JetBrains, Xcode, Eclipse, Neovim und Zed, dazu der Chat auf GitHub, eine CLI, eine App und ein Cloud-Agent, der Aufgaben bearbeitet und daraus einen Pull Request macht.
Cursor ist ein eigener Editor, der Erweiterungen aus dem Verzeichnis Open VSX nutzt; dazu kommen eine CLI und Cloud-Agenten. Google Antigravity bringt ebenfalls einen eigenen Editor mit, daneben eine Agenten-App, eine CLI und Erweiterungen für VS Code, Visual Studio, JetBrains, Zed und Xcode. In der kostenlosen Stufe und in den Google-AI-Abos hat Antigravity am 18.06.2026 die Gemini CLI und die Erweiterungen von Gemini Code Assist abgelöst; Gemini Code Assist gibt es nur noch für Unternehmen.
Claude Code und Codex kommen vom Agenten her: Du startest sie im Terminal, beschreibst eine Aufgabe, und der Agent arbeitet sie ab. Beide gibt es auch als Erweiterung für VS Code und dessen Ableger sowie in einer Desktop-App und in der Cloud.
Kostenlos anfangen
Drei der fünf lassen sich ohne Abo ernsthaft ausprobieren. GitHub Copilot Free bietet 2.000 Vervollständigungen im Monat und ein kleines Guthaben für Chat und Agent, das Modell wählt Copilot dabei selbst. Antigravity gibt allen ein wöchentliches Kontingent und unbegrenzte Tab-Vervollständigungen, mit Gemini 3.8 Flash als Agentenmodell. Cursor hat eine kostenlose Stufe mit begrenzten Anfragen. Codex ist im kostenlosen ChatGPT-Plan nur eingeschränkt in der Desktop-App dabei. Claude Code gibt es nur im bezahlten Abo.
Preise und Abrechnung
Am günstigsten startet Cursor Plus mit 8 $ im Monat, enthält dann aber nur Grok-Modelle. GitHub Copilot Pro kostet 10 $, Claude Pro 18 €, Google AI Pro 21,99 € und ChatGPT Plus 23 €. Hinter den Preisen stecken unterschiedliche Modelle der Abrechnung:
- GitHub Copilot rechnet in KI-Credits, ein Credit entspricht 0,01 $. Pro enthält 1.000 feste Credits und einen veränderlichen Zuschlag, zusammen derzeit 1.500 im Monat. Wie viel eine Anfrage kostet, hängt von Modell und Token-Menge ab.
- Cursor gibt im Abo für Neukunden ein Wochenkontingent für Grok-Modelle; Claude, GPT und Gemini bezahlst du zusätzlich zum API-Listenpreis.
- Claude, ChatGPT Plus sowie Google AI Pro und Ultra arbeiten mit Fenstern von fünf Stunden, dazu kommen Wochenlimits. ChatGPT Pro hat derzeit kein Fünf-Stunden-Limit, Google AI Plus in Antigravity nur ein Wochenkontingent. Feste Nachrichtenzahlen garantiert keiner der drei Anbieter.
Google AI Plus für 4,99 € im Monat bringt in Antigravity dieselben Modelle wie die kostenlose Stufe; mehr Kontingent gibt es erst ab Google AI Pro.
Modelle
Die meisten Modelle innerhalb des Abos bietet GitHub Copilot, mit Modellen von Anthropic, OpenAI, Google, xAI und Microsoft sowie Kimi. Cursor hat noch mehr Hersteller im Angebot, etwa auch Meta, Moonshot und Z.ai, außer Grok und dem eigenen Composer aber nur außerhalb des Abos nach Verbrauch. Antigravity setzt auf Gemini. Die aktuellen Claude-Modelle Sonnet 5.5 und Opus 5.5 gibt es ab Google AI Pro (dort nicht im Testzeitraum) und in Ultra; die älteren Claude-Modelle 4.6 sind bis zum 02.11.2026 auch kostenlos und in Google AI Plus enthalten. Claude Code nutzt nur Claude-Modelle, Codex nur OpenAI-Modelle, lässt sich aber auch an lokale Modelle über Ollama oder LM Studio hängen.
Training mit deinem Code
Hier lohnt der Blick in die Einstellungen. GitHub verwendet seit dem 24.04.2026 Eingaben, Ausgaben und Code-Ausschnitte aus Free, Pro, Pro+ und Max für das Training, wenn du nicht widersprichst. Claude und ChatGPT bieten in den Einzelabos ebenfalls ein Opt-out, Cursor trainiert bei aktivem Privacy Mode nicht, und bei Antigravity lässt sich die Nutzung der Interaktionen in den Einstellungen abschalten. In Copilot Business, Claude Team und ChatGPT Business wird standardmäßig nicht trainiert.
Für wen was passt
Die folgenden Punkte sind Einschätzungen, abgeleitet aus den Angaben oben.
- Zum Lernen und Ausprobieren liegen GitHub Copilot Free und Antigravity vorn, weil beide ohne Abo dauerhaft nutzbar sind; für Studierende gibt es Copilot kostenlos.
- Wer seinen Editor behalten will, ist mit GitHub Copilot am flexibelsten. Claude Code, Codex und Antigravity bieten ebenfalls Erweiterungen, aber für weniger Editoren.
- Wer im Editor mit der KI im Mittelpunkt arbeiten will, schaut sich Cursor oder die Antigravity IDE an.
- Wer ganze Aufgaben abgeben will, nimmt einen Agenten: Claude Code mit Claude-Modellen, Codex mit OpenAI-Modellen oder lokalen Modellen. Ob dir das passt, hängt vor allem davon ab, welches Abo du ohnehin hast.
- Für Teams mit Kundencode sind die Business-Tarife der bessere Weg, weil dort standardmäßig nicht trainiert wird.