Vergleich

Supabase-Alternativen: Backends mit EU-Hosting und DSGVO im Vergleich

Supabase selbst bietet Rechenzentren in der EU, etwa in Frankfurt, und lässt sich mit Docker selbst betreiben. Wer trotzdem wechseln will, hat vier ehrliche Alternativen: Appwrite ist das nächste Gegenstück mit Datenbank, Auth, Dateien und Funktionen, in Frankfurt gehostet oder selbst betrieben. PocketBase ist ein komplettes Backend in einer Datei für den eigenen Server, aber noch vor Version 1.0. Neon liefert nur Postgres mit Branching und einer Auth-Lösung, ebenfalls in Frankfurt. Firebase lässt die Datenbank in Frankfurt laufen, die Anmeldung aber nur in US-Rechenzentren.

Kriterium SupabaseAppwritePocketBaseNeonFirebase
Was du bekommst Backend um Postgres: Datenbank, Auth, Speicher, Realtime, FunktionenBackend-Plattform: Datenbanken, Auth, Speicher, Funktionen, HostingBackend in einer Datei: Datenbank mit REST-API und Realtime, Auth, DateienPostgres als Dienst mit Branching, dazu Auth, Funktionen und ObjektspeicherGoogle-Plattform: Firestore, Auth, Speicher, Hosting, Funktionen
Datenbank Postgreseigene Datenbank-API; seit September 2026 auch natives PostgreSQL und MySQL in allen Cloud-RegionenSQLite, eingebettetPostgresFirestore, Dokumentendatenbank (NoSQL)
Rechenzentren in der EU1 Frankfurt, Irland, Paris, Stockholm; außerhalb der EU auch London und ZürichFrankfurt; Amsterdam und London angekündigtdort, wo du es betreibstFrankfurt; außerhalb der EU auch LondonFirestore z. B. in Frankfurt oder Berlin wählbar, später nicht änderbar; Authentication nur in US-Rechenzentren
Selbst betreiben ja, per Docker Compose, Code unter Apache-2.0; ohne Branching, verwaltete Backups und Management-APIja, per Docker-Installer, Code unter BSD-3-Clausenur selbst betrieben, MIT-Lizenz; vor Version 1.0 keine volle Abwärtskompatibilitätnicht betrachtet, Vergleich des Cloud-Dienstesnein
Kostenlose Stufe 2 aktive Projekte, 500 MB Datenbank, 50.000 monatlich aktive Nutzer; pausiert nach 1 Woche Inaktivitätvorhanden; Projekte ohne Entwicklungsaktivität pausieren nach 7 Tagen und werden nach 90 Tagen Pause gelöschtSoftware kostenlos, du zahlst nur deinen Serverdauerhaft: 100 Projekte, 1 GB Speicher und 100 CU-Stunden je Projekt, 60.000 aktive Nutzer für Auth; Pause nach 5 Minuten ohne LastSpark: Firestore 1 GiB, 50.000 Lese- und 20.000 Schreibvorgänge pro Tag; Auth 50.000 aktive Nutzer
Bezahlt ab2 Pro ab 25 $ im Monat (100.000 aktive Nutzer, 8 GB Speicher je Projekt, 10 $ Rechenguthaben)Pro ab 25 $ im Monat für das erste Projekt, jedes weitere 15 $; 2 TB Datenverkehr je Projektkein Tarif, nur die Kosten deines Serversnach Verbrauch ohne Mindestbetrag: Launch 0,106 $ je CU-Stunde, Speicher 0,35 $ je GB und MonatBlaze: nach Verbrauch
Anmeldung (Auth) eingebauteingebauteingebaut, E-Mail und Passwort sowie OAuth2Managed Better Autheingebaut
Vertrag zur Auftragsverarbeitung Data Processing Addendum, gilt mit Annahme der NutzungsbedingungenDPA in den Organisations-Einstellungen der Konsole herunterladbarmit PocketBase selbst nicht nötig, aber mit deinem HosterDPA Teil der Nutzungsbedingungen, separat unterschreibbarData Processing and Security Terms Teil der Firebase-Bedingungen
  1. Rechenzentren in der EU: Regionen, die der Anbieter für den verwalteten Dienst nennt.
  2. Bezahlt ab: In US-Dollar netto, wie auf den Preisseiten am 20.10.2026 angegeben.

Stand: Alle Angaben von den Seiten der Anbieter, ohne Partnerlinks. Zu den Quellen

Inhalt (7 Abschnitte)

Kurzurteil je Anbieter

  • Supabase

    Bezugsgröße: Postgres mit Auth, Speicher, Realtime und Funktionen, EU-Regionen und Selbstbetrieb per Docker.

    Für wenBleib dabei, wenn dich nur die Region störte: Projekte lassen sich in Frankfurt anlegen.

    Zur Seite von Supabase
  • Appwrite

    Das nächste Gegenstück zu Supabase: Datenbanken, Auth, Dateien, Funktionen und Hosting, in Frankfurt oder auf dem eigenen Server.

    Für wenFür alle, die ein Komplett-Backend wollen und Wert auf Selbstbetrieb unter einer freien Lizenz legen.

    Zur Seite von Appwrite
  • PocketBase

    Ein komplettes Backend in einer einzigen Datei mit eingebettetem SQLite, nur zum Selbstbetrieb und noch vor Version 1.0.

    Für wenFür kleine Projekte und Prototypen auf dem eigenen Server, wenn du Updates mit möglichen Brüchen in Kauf nimmst.

    Zur Seite von PocketBase
  • Neon

    Postgres als Dienst mit Branching und Skalierung bis null, dazu eine verwaltete Auth-Lösung; Speicher und Funktionen sind nicht der Kern.

    Für wenFür alle, die vor allem Postgres brauchen und Backend-Logik selbst in ihrer App schreiben.

    Zur Seite von Neon
  • Firebase

    Googles Backend mit Dokumentendatenbank; Firestore läuft auf Wunsch in Frankfurt, die Anmeldung aber nur in US-Rechenzentren.

    Für wenFür Apps, die tief in Googles Dienste eingebunden sind und mit einer NoSQL-Datenbank gut auskommen.

    Zur Seite von Firebase

Wie verglichen wurde

Alle Angaben stammen von den Preis-, Regions- und Dokumentationsseiten der Anbieter und aus deren Repositories auf GitHub, abgerufen am 20. Oktober 2026. Preise stehen in US-Dollar, wie die Anbieter sie nennen. Partnerlinks und bezahlte Platzierungen gibt es nicht. Keine Rechtsberatung: Ob ein Dienst für dein Projekt datenschutzrechtlich passt, hängt von deinem Einzelfall ab.

Die Unterschiede im Einzelnen

Wo deine Daten liegen

Supabase nennt als EU-Regionen Frankfurt, Irland, Paris und Stockholm und weist selbst darauf hin, dass London und Zürich nicht in der EU liegen. Appwrite Cloud läuft in Europa bisher nur in Frankfurt; Datenbank, Backups und Replikate bleiben laut Appwrite in der Region des Projekts. Neon bietet in Europa Frankfurt und London. Bei Firebase wählst du den Standort von Firestore beim Anlegen, zum Beispiel Frankfurt (europe-west3) oder Berlin (europe-west10), und kannst ihn danach nicht mehr ändern. Die Firebase Authentication läuft laut Google nur in US-Rechenzentren. PocketBase läuft dort, wo du deinen Server mietest, etwa bei einem der Cloud-Anbieter aus Deutschland und der EU.

Selbst betreiben

Supabase, Appwrite und PocketBase kannst du auf eigenen Servern betreiben. Supabase empfiehlt dafür Docker Compose; selbst betrieben fehlen unter anderem Branching, verwaltete Backups und die Management-API. Appwrite installierst du mit einem Docker-Installer. PocketBase ist eine einzige ausführbare Datei mit eingebettetem SQLite. Laut Projekt ist es noch in aktiver Entwicklung, volle Abwärtskompatibilität gibt es erst ab Version 1.0. Selbst betreiben heißt: Updates, Backups und Überwachung liegen bei dir.

Kostenlos starten

Alle Cloud-Dienste haben eine kostenlose Stufe, aber mit Grenzen, die du kennen solltest. Supabase pausiert kostenlose Projekte nach einer Woche Inaktivität und erlaubt zwei aktive Projekte. Appwrite pausiert kostenlose Projekte ohne Entwicklungsaktivität nach 7 Tagen und löscht sie nach 90 Tagen Pause. Neon skaliert Datenbanken der kostenlosen Stufe nach 5 Minuten ohne Last auf null; das lässt sich dort nicht abschalten. Firebase begrenzt im Spark-Tarif die täglichen Lese- und Schreibvorgänge.

Datenbank und Anmeldung

Supabase und Neon setzen auf Postgres, Firebase auf die Dokumentendatenbank Firestore, PocketBase auf SQLite. Appwrite hat eine eigene Datenbank-API und bietet seit September 2026 zusätzlich natives PostgreSQL und MySQL. Eine Anmeldung mit Nutzerverwaltung bringen alle fünf mit; bei Neon heißt sie Managed Better Auth. Ob du Auth selbst bauen oder kaufen solltest, steht im Ratgeber Authentifizierung bauen oder kaufen.

Vertrag zur Auftragsverarbeitung

Verarbeitet ein Backend-Dienst personenbezogene Daten deiner Nutzer, brauchst du mit ihm einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Supabase, Neon und Firebase nehmen ihn in ihre Bedingungen auf, bei Appwrite lädst du ihn in der Konsole herunter. Was in einen AVV gehört, erklärt der Ratgeber AVV für SaaS.

Für wen was passt

  1. Supabase behalten, wenn dir Postgres, Auth und Speicher aus einer Hand gefallen und eine EU-Region reicht.
  2. Appwrite, wenn du ein ähnlich vollständiges Backend unter freier Lizenz willst, gehostet in Frankfurt oder auf deinem Server.
  3. PocketBase, wenn ein kleines Projekt auf einem eigenen Server laufen soll und du mit einer Software vor Version 1.0 leben kannst.
  4. Neon, wenn du vor allem Postgres brauchst und den Rest in deiner App baust.
  5. Firebase, wenn du fest bei Google bist und eine Dokumentendatenbank passt; prüfe vorher, ob die Anmeldung über US-Rechenzentren für dein Projekt in Ordnung ist.

Für die meisten Indie-Projekte in Deutschland ist unser Urteil: Supabase in Frankfurt oder Appwrite in Frankfurt sind die bequemsten Wege. Wer volle Kontrolle und die geringsten laufenden Kosten will, betreibt Supabase, Appwrite oder PocketBase auf einem eigenen Server in der EU.

Quellen

Die Angaben in Tabelle und Text stammen von diesen Seiten der Anbieter, geprüft am 20. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Kann ich Supabase DSGVO-konform nutzen?

Supabase bietet Regionen in der EU, etwa Frankfurt, und ein Data Processing Addendum. Ob dein Einsatz DSGVO-konform ist, hängt aber auch von deiner App ab: Rechtsgrundlage, Datenschutzhinweise, Übermittlungen und welche Daten du speicherst. Supabase ist ein Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU; prüfe die Angaben zu Übermittlungen im DPA.

Welche Supabase-Alternative ist Open Source?

Appwrite steht unter BSD-3-Clause, PocketBase unter MIT, Supabase selbst unter Apache-2.0. Alle drei lassen sich auf dem eigenen Server betreiben. Neon und Firebase haben wir nur als Cloud-Dienst verglichen.

Was ist die günstigste Supabase-Alternative?

PocketBase auf einem eigenen kleinen Server, weil die Software kostenlos ist. Dafür übernimmst du Betrieb, Updates und Backups. Bei den Cloud-Diensten beginnen Supabase und Appwrite bei je 25 Dollar im Monat; Neon rechnet nach Verbrauch ohne Mindestbetrag ab.

Ist Firebase eine gute Alternative für Projekte in Deutschland?

Technisch ja, datenschutzrechtlich mit einem Haken: Laut Firebase läuft die Authentication nur in US-Rechenzentren. Die Datenbank Firestore kannst du dagegen in Frankfurt oder Berlin anlegen.

Warum pausieren kostenlose Projekte?

Supabase pausiert kostenlose Projekte nach einer Woche Inaktivität, Appwrite nach 7 Tagen ohne Entwicklungsaktivität und löscht sie nach 90 Tagen Pause. Für eine App mit echten Nutzern brauchst du deshalb einen bezahlten Tarif oder einen eigenen Server.

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